Unsere Veranstaltungsberichte

29. Juni 2019

Casa Medica

Ausflug des Naturheilvereins Mosbach in das Naturheilsanatorium Casa Medica Dallau

„…, wenn das Gute liegt so nah“, das dieses Zitat (frei nach J.W. von Goethe) aktueller und zeitgemäßer denn je ist, davon konnten sich rund 40 Gäste bei einem Besuch ins Naturheilsanatorium Christina Leser, veranstaltet vom Naturheilverein Mosbach, überzeugen. 

Geschickt verknüpfte Christina Leser in ihrem interessanten Vortrag die Geschichte des Hauses mit den angebotenen Therapien. Hier hat die Quellwasser-Dauerbrause als bewährte Hydrotherapie einen herausragenden Anteil, zumal das Brausen in Verbindung mit dem hauseigenen Quellwasser weltweit einzigartig ist. Entdeckt wurde die heilende, regenerierende und reinigende Wirkung der Dauerbrause im Jahre 1918 von dem Amerikaner C. Parasco. Ein Schüler von Pfarrer Kneipp, der Naturheilarzt Fr. Benedict Lust, forschte auf diesem Gebiet weiter, bis schließlich durch die Familie Dorschner der Erfolg der Dauerbrause nach Dallau geholt wurde. Seit dem Jahr 2006 setzte Familie Leser das bewährte Konzept fort und rundete das Angebot mit zum Konzept des Hauses passenden Therapien ab. 

Damit Menschen mit verschiedenen körperlichen Beschwerden (z.B.: Arthrose, Rheuma, Herz-Lungenerkrankungen usw.) leichter und effektiver ihre Leistungsfähigkeit steigern können, wird das RedHot-Regenerations-Training in einem von Karl Flanderka speziell entwickelten RedHot-Raum angeboten. Hier bewegt man sich bei hohen Temperaturen (ca. 60°-70°C) und extrem niedriger Luftfeuchtigkeit (ca. 10%) auf einem Crosstrainer oder Spinning-Rad im langsamen Ausdauerbereich. Die geringe Luftfeuchtigkeit erlaubt, dass das Herz-Kreislaufsystem, sowie die Lunge, wenig belastet werden. Durch die eingesetzte Strahlungswärme wird, wie auch bei der Dauerbrause – ein Hyperthermieeffekt erzielt, d.h. Wärme dringt in den Körper ein und erwärmt die Organe.

Spannend wird es auch bei der Therapie AVWF, der Audio-Visuellen-Wahrnehmungsförderung. Hierbei handelt es sich um eine Methode der „Gehirnstimulierung durch schallmodulierte Musik“, die ursprünglich für verhaltensauffällige und lernschwache Kinder entwickelt wurde, danach allerdings seinen Weg über burnoutgefährdete und dauerüberlastete Erwachsene bis in den internationalen Spitzensport fand. Frau Leser zeigte sehr eindrücklich ein dreistufiges Modell des Gehirns. Das Gehirn entwickelte sich im Laufe der menschlichen Evolution zu einer Art „Gehirngebäude“, wobei sich der älteste Gehirnteil im „Erdgeschoß“, das Limbische System in der „ersten Etage“ und der jüngste Teil, der „Cortex“, in der Chefetage befindet. Wie in einem Haus, sind alle drei Etagen miteinander verbunden, sind aber, bedingt durch unser bewegtes Leben, nicht immer im Gleichgewicht. Bei der AVWF-Methode werden Schallwellen in einem Musikstück derart moduliert, dass sie über in der Mittelohrmuskulatur gelegene Nervenfasern das autonome Nervensystem stimulieren und wieder in Balance bringen. Das Gehirn ist dann wieder in der Lage, schneller zu arbeiten und die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften wird verbessert.

Im Haus Casa Medica arbeiten viele Therapeuten zum Wohle des Gastes, angefangen beim Orthopäden Dr. Leser, Heilpraktikerin Sieglinde Küßner, bis hin zu Physiotherapeuten, Osteopathen und Masseuren.

Heilpraktikerin Sieglinde Küßner spannte in Ihrem Vortrag über „Irisdiagnose“ einen interessanten Bogen von einem Modell beider Augen mit dem Bezug zu den verschiedenen Organen (Histopographie) zur beispielhaften Vorstellung „echter“ Augen. Hierbei werden beide Augen fotografiert und stark vergrößert und schon waren die Gäste mittendrin in einer spannenden Entdeckungsreise, um den Geheimnissen der unterschiedlichen Farben, Strukturen und Veränderungen im Auge auf die Spur zu kommen. Es gibt genetisch veranlagte Zeichen, aber auch solche, die sich im Laufe unseres Lebens gebildet haben und dem Geschehen in unserem Körper ein „Bild“ verleihen. Je nachdem, was so ein Blick ins Auge offenbart, kann eine individuelle Therapie zum Einsatz kommen.

Der Ausflug ins Naturheilsanatorium wurde abgerundet durch die herausragende Verköstigung und das Abendessen mit biologischer Vollwertkost. Die Gäste konnten sich davon überzeugen, dass die angebotene Ernährung mit frischer biologischer Vollwertkost die Philosophie des Hauses abrundet. Ehrliche Lebensmittel und Kräuter werden in den hauseigenen Gärten liebevoll aufgezogen, frisch geerntet und direkt von Hand verarbeitet. Bei einer Kräuterführung mit Gabi Nießen lernten die Gäste alltägliche und besondere Kräuter bzw. Pflanzen kennen und erhielten einen Einblick zur Anwendung in der Küche oder in der Naturheilkunde.

Christina Leser ist es eine Herzensangelegenheit, den Gästen des Hauses ein für sie passendes Konzept anzubieten, sie zu verwöhnen und mit Herzlichkeit und Wärme ihren Aufenthalt zu begleiten. Dazu braucht es ein bewährtes großes Team mit Engagement, Herz und Freude, das in diesem Haus arbeitet. Dass dies gelingt, konnten die Besucher an der besonderen Atmosphäre, die die Casa Medica ausstrahlt, spüren. 

Ein großes Dankeschön an Frau Leser und das gesamte Team für den gelungenen Nachmittag. 

Gabi Nießen

September 2018

Scheckübergabe

Naturheilverein Mosbach und Umgebung e.V. unterstützt Mosbacher Grundschulen

 Mosbach.  Seit 1995 ist der Naturheilverein Mosbach und Umgebung e. V. mit seinen Ehrenamtlichen aktiv. Jährlich werden viele Vorträge und Seminare zu dem Motto „Bewusst Leben, gesund ernähren, natürlich heilen“ angeboten, um Menschen zu ermuntern, Ihren eigenen optimalen Weg in Sachen Selbstverantwortung und Gesundheit zu gehen. Ziel ist es, eine Vielfalt an Möglichkeiten aufzuzeigen und zu helfen, sich ein umfangreiches Wissen über die Ursachen von Krankheiten und Problemen aufzuzeigen. 

Im Juni hat der Naturheilverein die Mosbacher Grundschulen angeschrieben. Die Idee war, Projekte der Schulen zu unterstützen, die zu den 6 Säulen der Naturheilkunde passen, die auch der Dachverband, der Deutsche Naturheilbund, als Basis für das Leben aufgeführt hat. Das Spektrum, umfasst die Bereiche:  
Die Heilkraft der ERNÄHRUNG
PFLANZEN für Körper und Seele 
Lebensquell WASSER
BEWEGUNG ist Leben 
In der ORDNUNG liegt Kraft 
UMWELT bewusst wahrnehmen.

Sechs Mosbacher Grundschulen haben sich mit ganz tollen Projekten gemeldet und werden genau zum Beginn des neuen Schuljahres mit jeweils 300 € vom Naturheilverein gefördert. 

Dem Thema Ernährung widmen sich gleich drei Grundschulen: Die Grundschule Diedesheimmöchte sich mit neuen Küchengeräten für ihre Aktionen ausstatten, die Wilhelm-Stern-Schule initiiert ein Kartoffelprojekt und in der Grundschule Waldstadt sollen gemeinsame Frühstücke die Gemeinschaft stärken. 

Die Clemens-Brentano-Schule will ein Staudenbeet anlegen und die Lohrtalschule will ihre seit ein paar Jahren begonnenen Projekte im Klostergarten finanzieren. 

Und dass Bewegung Leben ist, zeigt die „bewegte Waldsteige Grundschule. Ein neues stabiles Fußballtor soll animieren und spielerische Freude bringen, gerade nach langem und anfangs ungewohntem Sitzen im Unterricht.

 Das Team des Naturheilvereins freut sich, durch ihr Engagement die natürliche Lebensweise, der Umgang mit Pflanzen und die Bewegung bei Kindern der Grundschulen unterstützten zu können. Zudem können sich die Lehrkräfte mit einem vom Naturheilverein finanzierten Abo der Zeitschrift „Der Naturarzt“ an vielen Informationen (auch Rezepten) bereichern.

Das Programm des Naturheilvereins Mosbach und Umgebung e.V. liegt öffentlich aus oder kann unter www.naturheilverein-mosbach.de aufgerufen werden.

 Cornelia Schulz

für den NHV Mosbach

 2018

Kinderhände

Glück ist kein Zufall

Der Therapeut, Pädagoge, Philosoph und Buchautor Dr. phil Ernst Fritz-Schubert aus Heidelberg referierte auf Einladung des Naturheilvereins Mosbach in der Alten Mälzerei zum Thema Glück.

Als damaliger Schulleiter an der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg führte er 2007 das Schulfach Glück ein. Mittlerweile wird dieses Fach an über hundert Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterrichtet. Außerdem gründete er 2009 das Fritz-Schubert- Institut in Heidelberg. Dieses entwickelt und vermittelt Techniken zur Stärkung der Persönlichkeit und des ganzheitlichen Wohlbefindens. Fritz-Schubert findet es wichtig, Schülerinnen und Schülern zusätzlich zu den Inhalten des Lehrplans eine „Lebenskompetenz“ zu vermitteln. Den für ihn sind Glück und Zufriedenheit erlernbar. Das Wort Glück kommt von „gelucken“ oder „gelingen“ und soll den Sinn des gegründeten Institutes,  (die Voraussetzung für ein gelingendes Leben) aufzeigen. 

In seinem interaktiven Vortrag stellte der Referent gleich die erste Frage: „Wie glücklich sind sie auf einer Skala von eins bis zehn? “ Erst bei sieben begannen sich die Zuhörer zu melden und bei acht hörten die Handzeichen auch schon auf. Damit erfülle man den Durchschnitt der Deutschen von 7,3 laut Weltglücksreport. Die Finnen gelten dort übrigens als die Glücklichsten. Die meisten der Deutschen halten Glück für Zufall. Doch „Glück haben“ und langfristig „glücklich sein“ sind für Fritz-Schubert jedoch zwei verschiedene Dinge. Natürlich gäbe es Schicksalsschläge, die wir nicht beeinflussen könnten, aber es brauche Kompetenz damit umzugehen.

Der Referent stellte die nächste Frage: „Wie zufrieden sind sie mit sich selbst?“ Ein positiver Selbstwert trage einen großen Teil zum positiven Wohlbefinden bei. 

„Welche Einflüsse haben sie langfristig glücklich gemacht?“ war die nächste Frage von Fritz-Schubert. Eine Frau meldete sich zu Wort und erzählte von einer schweren überstandenen Krankheit, die ihrem Leben eine positive Wende gebracht hat. Ein Mann erzählte von einer wichtigen Prüfung, die er bestanden hat. Das erreichen selbstgesteckter Ziele und die eigene Weiterentwicklung sind für den Referenten ein weiterer Punkt zum persönlichen Wohlbefinden. Lebensglück bestehe auch nicht darin ständig glücklich zu sein, meinte Fritz-Schubert. Wichtig für das eigene Wohlbefinden im persönlichen Sinne seien 6 Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen:

1.    Autonomie: dazu gehöre ein selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben.

2.    Positive Beziehungen: dazu gehöre ein stimmiges, positives Umfeld, in dem man sich wohl und geborgen fühle.

3.    Sinnfindung und Wertschöpfung: die eigenen Werte erkennen, sich die Frage zu stellen: „Ist es sinnvoll und wertvoll was ich tue?“ und die Fähigkeit zu reflektieren.

4.    Selbstwert: Selbstakzeptanz, ein stabiler Selbstwert ist wichtig. „Wer bin ich? was kann ich? was brauche ich? Was will ich? diese Fragen sollte man sich stellen.

5.    Persönliches Wachstum: „Was sind meine persönlichen Ziele?“, „Was tue ich dafür, um sie zu erreichen?“ seien nützliche Fragen. Die Komfortzone zu verlassen, etwas zu wagen und mutig zu sein mache Sinn.

6.    Umweltbedingungen: „Bin ich gefestigt?“ „Habe ich Kompetenzen um mit Krisen umzugehen?“, seien auch wichtige Fragen, die man sich stellen solle.

Glück ist wie ein Maßanzug sagte Fritz-Schubert. Jeder müsse seinen selbst finden und aufpassen, dass er nicht den des Nachbarn anhabe.

Schaffen sie den Sprung vom „Erdulder“ zum „Gestalter“, seien sie ihr eigener Lebenskünstler gab der Referent auf den Weg.

Übrigens das Schulfach „Glück“ kann in allen Schulen eingeführt werden, wenn Freiräume vorhanden sind, ob als Förderunterricht, Wahlfach, AG, Ethikunterricht….

www.fritz-schubert-institut.de

 gez. Monika Kretz

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen